Aufbau eines Unterrichtsangebots

Ab Juni 1945 wird mühselig ein Unterrichtsangebot aufgebaut. Von 1948 bis 1951 befindet sich in dem Gebäude eine Einheitsschule mit 27 Klassen.
Ab dem 23. Juni 1951 wird die dreigegliederte Berliner Schule eingeführt, es entstehen eine Oberschule Praktischen Zweiges, die Rütli-Oberschule, sowie eine Oberschule Technischen Zweiges, die Heinrich-Heine-Oberschule.
Seit 1966 haben wir die heute gültige Bezeichnung der Schulzweige. Seit 1960 trägt die damals 2. OPZ offiziell den Namen "Rütli-Oberschule", den die Bevölkerung schon immer, bedingt durch die anliegende Straße, benutzte.

Einführung der 10. Klasse

Ab 1966 gibt es an der Hauptschule das freiwillige 10. Schuljahr. 1979 wird es Pflichtschuljahr mit der Möglichkeit des Erwerbs des Realschulabschlusses.

Das Fach Arbeitslehre

1968 wird das Fach Arbeitslehre in die Berliner Schule eingeführt. Es wird Schwerpunktfach an der Hauptschule.

"Gastarbeiter"

In den Jahren der Hochkonjunktur, Anfang der Siebziger Jahre, werden fehlende Arbeitskräfte im Ausland angeworben. Die Kinder der so genannten "Gastarbeiter" besuchen vorwiegend die Hauptschule. Ihre Anzahl wird so groß, dass nicht mehr gemischte Klassen, sondern reine Ausländerklassen und so genannte Vorbereitungsklassen gebildet werden müssen. Ein paralleles Fortbildungsangebot für Lehrer/innen fehlt.
Als in den 70iger Jahren zunehmend Gesamtschulen entstehen – die Schülerjahrgänge wachsen rapide – entscheidet sich die Mehrzahl der Eltern, die das Recht auf die Wahl des Oberschulzweiges haben, für den neuen Schultyp. Es melden sich nur noch ca. 10 Prozent eines Grundschuljahrgangs an der Hauptschule an (inklusive der Rückläufer).
Dies bedeutet, dass die Hauptschule heute Schüler und Schülerinnen mit eklatanten Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten beschult. Auch vermindern sich die Sprachprobleme ausländischer Berliner nicht, obwohl sie hier geboren sind.

Die Verringerung der Schülerzahl pro Klasse

So begrüßen wir das neue Hauptschulkonzept von 1984, die Frequenzen drastisch zu senken (15 bis 23 Schüler/innen). Heute liegen die Klassefrequenzen zwischen 19 / 20 Schülern in der 7. und 8. Klasse und bis zu 24 Schüler/innen in den 9. und 10. Klasse.