Die Fachräume

Die Schule verfügt über elf Fachräume für Physik, Chemie, Bildende Kunst, Textil-, Metall-, Holz- und Kunststoffverarbeitung, zwei Computerräume sowie eine Küche und einen Musikraum. Sie hat drei Turnhallen, die rund um die Uhr belegt sind, da während des Schulbetriebs sowohl die Franz-Schubert-Grundschule (Weserstraße) als auch das Ernst-Abbe-Gymnasium die Hallen nutzen müssen. Hier besteht dringender Bedarf.

Beide Schulen haben keinen Versammlungsraum für die Schulgemeinschaft, da der Musikraum nur eine Personenzahl von 100 Teilnehmern zulässt. Schon deshalb haben wir uns immer einen Ausbau des Dachbodens gewünscht und nicht so sehr mobile Klassenräume. Der Dachstuhl wurde erneuert, der Ausbau abgelehnt.

Der Schulhof

1992 wurde der Schulhof neu gestaltet. 1994 haben die Schüler/innen ihre Klassenräume sowie die Toiletten in Eigeninitiative mit ihren Lehrer/innen renoviert.

Die Renovierungen

Jedes Jahr sind einige Klassen vor den Sommerferien mit dem Renovieren beschäftigt.

Der Hausmeister und seine Helfer haben die Flure mit einem neuen Anstrich versehen und Schäden ausgebessert. 2001 wurden die Toiletten professionell renoviert und befinden sich bis heute in einem guten Zustand. Wir halten sie verschlossen, um sie so zu erhalten. Den Schlüssel holt man sich im Büro ab und trägt sich dabei mit seinem Namen in ein Schlüsselbuch ein. Das hilft immens bei der Reinlichkeit.

Die rückwärtige Fassade und die Turnhallen wurden 2003/2004 von außen renoviert.

Die Front der Schule wurde in den Sommerferien danach mit einem neuen Anstrich versehen, wobei auch die Schuluhr wieder installiert worden ist.

Das Schulmuseum

Im Haus ist ein Schulmuseum Rütli-Oberschule entstanden. Schüler/innen haben mit dem Künstler Günther Krämer-Evertz große Kunstwerke des 20. Jahrhunderts an die Schulwände kopiert. Die weitere künstlerische Verschönerung des Schulgebäudes ist geplant.

Die Schülerinnen und Schüler

Der Anteil der Schüler/innen nichtdeutscher Herkunftssprache (die im Elternhaus ihre Muttersprache sprechen) ist in den letzten zehn Jahren von 40 Prozent auf fast 80 Prozent gestiegen. Es gibt bei uns immer etwas mehr Jungen als Mädchen. Wir haben im Augenblick 13 Klassen, in denen 142 Jungen und 126 Mädchen lernen.

Die Lehrerinnen und Lehrer

Das Kollegium setzt sich aus 16 Lehrerinnen und 13 Lehrern sowie dem Schulleiter Herrn Hochschild zusammen.

Konzepte und Projekte


Konzepte: EVA
Wir versuchen seit zwei Jahren, unseren Unterricht schülernäher umzustellen. Wir trainieren das eigenverantwortliche Lernen (EVA) und wollen dies zum Schulprofil entwickeln. So wollen wir gewährleisten, dass möglichst viele Schüler/innen an den drei Trainingsspiralen als Kompaktprogramm teilnehmen (Methodentraining, Teamentwicklung und Kommunikationstraining).


Der Schülerclub
Ein Schwerpunkt der Rütli-Oberschule ist die besondere soziale und pädagogische Betreuung der Schüler/innen. Einen Raum der Schule haben wir als "Schülerclub" umgestaltet. In ihm betreuen sieben Lehrer/innen Jungen und Mädchen, die aus verschiedenen Gründen manchmal am Lernen gehindert sind. Dort kann man seine Probleme besprechen oder auch eine Arbeit nachschreiben. Die Kollegen/innen sind in Mediation besonders geschult.


Die Mediatorenausbildung
Jährlich bilden wir auch Jungen und Mädchen als Streitschlichter/innen aus. Das bewährt sich sehr gut und macht sich gut auf einem Bewerbungszeugnis. Der Schülerclub ist in der Regel von der 3. bis zur 7. Stunde besetzt. Streitschlichter/innen können dort auch ihre Arbeit machen, wenn sie Konflikte schlichten.


Projekte: Schulverweigerer und "Zurück in die Zukunft"
Seit Jahren sind wir bemüht, Schulverweigerer in die Schule zurückzuholen. Seit dem 1. August 2001 haben wir das Projekt "Zurück in die Zukunft" in der ehemaligen Hausmeisterwohnung angesiedelt. Dort versucht eine kleine Lerngruppe, wieder den Einstieg in die Schule zu finden. Die Lernatmosphäre ist familiär. Dort arbeiten zwei Lehrerinnen unserer Schule und ein Sozialarbeiter, der von der Bürgerstiftung Berlin finanziert wird.


Der Übergang ins Berufsleben
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit von zwei LBÜ-Lehrer/innen (Lehrer als Begleiter- und Übergangshelfer/innen) bei Bewerbungsvorgängen, Lehrstellensuche, beim Übergang auf die berufsbildenden Oberschulen oder beim Finden von Maßnahmen, vermittelt über die Arbeitsämter.


Das Quartiermanagement
Seit den 90er Jahren belastet hohe Arbeitslosigkeit das Gebiet "Reuterplatz", in dem unsere Schule liegt. Nach dem Mauerfall ziehen besser Situierte ins Umland. Migranten/innen ziehen nach. Der Ausländeranteil im Quartier beträgt 31,4 Prozent, unter Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren sogar 45 Prozent.

Die Migranten kommen vorwiegend aus der Türkei, aus Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten, aus Polen und den arabischen Ländern.

Seit Oktober 2001 ist das Gebiet als Quartiermanagementgebiet ausgewiesen. Die Lebensqualität des Viertels soll erhalten und verbessert werden, die Kommunikation der Bewohnergruppen soll gefördert werden.

Seit 1998 engagiert sich "Fusion e. V." mit Kunstprojekten im Kiez und hat 1999 die Fassade des Jugendheims (ehemals Haus Wetzlar) in der Rütlistraße neu gestaltet. Das Haus heißt nun "Manege" und wird seit September 2002 von "Fusion e. V." und der Arbeiterwohlfahrt in freier Trägerschaft geführt. Einige Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.

2003 wurde die Rütlistraße bis zur Kita für den Autoverkehr gesperrt und zur ersten Jugendstraße Europas umgewidmet. Ziel ist es, die Straße zum Aktionsraum zu machen und Schule und Jugendarbeit mit gemeinsamen Projekten zu verbinden. Schüler/innen der Rütli-Oberschule haben an der Entwicklung eines Modells der Rütlistraße mitgearbeitet.

Seit 2006 heißt die Rütli-Oberschule wieder Rütli-Schule.