90 Prozent der straffällig gewordenen Jugendlichen begannen ihren Ausstieg aus dem gesellschaftlichen Regelwerk mit ihrer schulischen Abstinenz. Wir wollen sie wieder hinein holen in den Lebensprozess mit Zulunft.
Unser Ziel ist es, Jugendliche, die längere Zeit der Schule ferngeblieben sind, so zu stabilisieren, dass sie in die Lage versetzt werden, in einer Regelklasse ihr Abschlusszeugnis zu erwerben. Schüler, die in ihrem individuellen 10. Schulbesuchsjahr sind, werden in Lehrgänge vermittelt, in denen sie den Abschluss machen können.
Seit dem Schuljahr 2001/2002 arbeiten wir in der ehemaligen Wohnung des Schulhausmeisters im Schulgebäude mit acht bis zehn Jugendlichen. Die Jugendlichen bleiben maximal ein Jahr bei uns und sollen sich in dieser Zeit bestimmten Lebensregeln annähern. Sie stellen sich mit den Eltern oder Erzieher/innen bei uns vor und müssen uns in diesem Aufnahmegespräch signalisieren, dass sie persönlich ein Interesse daran haben, bei uns zu arbeiten; dann vereinbaren wir eine Probezeit von maximal sechs Wochen. Jede/r Schüler/in ist statistisch einer Regelklasse unserer Schule zugeordnet und hat jederzeit – wenn er/sie dazu bereit und in der Lage ist – die Möglichkeit, an einem Unterrichtsfach seiner/ihrer Wahl teilzunehmen.
Wir beginnen täglich um 8.15 Uhr. Nach dem ersten Arbeitsblock machen wir ein gemeinsames Frühstück. Einkaufs- und Küchendienst werden von den Jugendlichen organisiert. Jede/r zahlt monatlich fünf Euro dafür, die Verwaltung der Kasse wird auch den Jugendlichen übertragen.
Morgens werden Deutsch und Mathematik unterrichtet – je nach individuellem Leistungsstand. Hinzu kommen einmal pro Woche die Fächer Englisch, Erdkunde, ITG, Geschichte, Chemie und Kunst. Der Unterricht endet zum 12.30 Uhr.
Einen Tag in der Woche verbringen die Schüler/innen in der Metallwerkstatt.
Die Schüler/innen haben die Möglichkeit, Praktika in Betrieben ihrer Wahl durchzuführen. Diese dauern in der Regel zwei bis drei Wochen. Im Anschluss an diese Praktika wird der Kontakt zum Betrieb gehalten, indem die Jugendlichen einmal pro Woche weiterhin dort arbeiten.
Morgens werden Deutsch und Mathematik unterrichtet – je nach individuellem Leistungsstand. Hinzu kommen einmal pro Woche die Fächer Englisch, Erdkunde, ITG, Geschichte, Chemie und Kunst. Der Unterricht endet zum 12.30 Uhr.
Einen Tag in der Woche verbringen die Schüler/innen in der Metallwerkstatt.
Die Schüler/innen haben die Möglichkeit, Praktika in Betrieben ihrer Wahl durchzuführen. Diese dauern in der Regel zwei bis drei Wochen. Im Anschluss an diese Praktika wird der Kontakt zum Betrieb gehalten, indem die Jugendlichen einmal pro Woche weiterhin dort arbeiten.
Eine engere Kooperation mit dem gegenüber liegenden Jugendheim "Manege" ist angestrebt. Bei der Anfangsgestaltung der Jugendstraße hat sich das Projekt beteiligt. Wir haben drei Blumenkübel, die vor der Schule stehen, bepflanzt, und in Planung ist die künstlerische Gestaltung dieser Kübel.
Sehr wichtig ist uns die Elternarbeit, da ein Erfolg nur gewährleistet ist, wenn auch von dieser Seite die gleichen Zielvorstellungen verfolgt werden. So ist es selbstverständlich, dass bei Fehlzeiten sofort rückgekoppelt wird und Hausbesuche durchgeführt werden. In regelmäßigen Abständen finden Gespräche mit den Eltern oder Erzieher/innen statt. Durch den Kontakt zu den sozialen Diensten nehmen wir auch an Helferkonferenzen teil. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Jugendlichen, die zum Teil über ein Jahr nicht die Schule besucht hatten, durch unser Angebot wieder Motivation zum Lernen und Regelneinhalten bekommen. Sie merken, dass sie Stärken haben, die es lohnt auszubauen, sie fühlen sich wieder zugehörig zu einer Gruppe, sie erfahren Anerkennung durch Gleichaltrige und Erwachsene. Was verloren gegangen war, die Tagesstruktur als Selbstverständlichkeit im Ablauf der Zeit, ist wiedergefunden und wird von den meisten Jugendlichen als persönlicher Erfolg gewertet.
Die Arbeit lohnt sich, und wir haben Freude daran.
Ansprechpartner/innen:
Fr. Eggebrecht (Lehrerin)



